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AG 33 |
Dokumentation Teil 1 und Dokumentation Teil 2 AG 33 |
Seit den 80er-Jahren hat das Gitarrenspiel eine beeindruckende Niveausteigerung vor allem im Spieltechnischen Bereich erfahren: Studierende im Hauptfach Gitarre sind heutzutage in der Lage, so zu spielen, wie es vormals nur Ausnahmekönnern unter den konzertierenden Gitarristen möglich war.
Man könnte also meinen, mittlerweile sei geklärt, wie Gitarrespielen funktioniert und wie spieltechnische Perfektion erreichbar ist. Aber aller Niveausteigerung zum Trotz finden sich auch heute noch viele Spielerinnen und Spieler, deren Umgang mit der Gitarre künftige Probleme damit erwarten lässt.
Das Beziehungsmuster zwischen Mensch und Instrument wird im frühen Unterricht geprägt und ist später – wenn überhaupt – nur schwer korrigierbar. Daher ging man in der Arbeitsgruppe entlang der Stichworte „menschliche Rahmenbedingungen“, „Haltungsoptimierung“, „Gitarrengröße“ und „gute Bewegungsabläufe“ der Frage nach, wie vom ersten Unterricht an für einen rundum „gesunden“ Umgang mit der Gitarre gesorgt kann.
Michael Koch unterrichtet Gitarre, Fachdidaktik, Unterrichtspraxis und Kammermusik am Peter-Cornelius-Konservatorium und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Einer seiner Arbeitsschwerpunkte ist die Ergonomie des Gitarrenspiels. Er ist Initiator und Juryvorsitzenden der Gitarrenbauwettbewerbe der European Guitar Teachers Association (EGTA-D), die seit 1990 den Bau von Gitarren für Kinder, Jugendliche und „kleine“ Erwachsene fördern.