8. bis 10. Mai 2015

Messe und Congress Centrum
Halle Münsterland

 

 

 


 

AG 16
Dokumentation AG 16

 

„Deine Schülerinnen sind doch alle in dich verliebt…“
Über Beziehungen, wünschenswerte Nähe und notwendige Distanz im Musikunterricht

Referentin: Prof. Dr. Freia Hoffmann, Oldenburg

 

Für viele Kinder und Jugendliche ist der Instrumentalunterricht etwas Einmaliges: ein Ort der individuellen Zuwendung und Wertschätzung, der intensiven emotionalen und körperlichen Erfahrungen, eine Begegnung, die die Selbstwahrnehmung steigert und musikalische Ausdrucksmöglichkeiten zur Entfaltung bringt. Kinder und Jugendliche verehren und bewundern oft die MusikerInnen, die ihnen diese Möglichkeiten eröffnen, und suchen – auch außerhalb fachlicher Fragen – Orientierung und Nähe.


Wie gehen Lehrkräfte damit um? Wo sollten Grenzen gewahrt werden, wo muss dem Bedürfnis nach Nähe professionelle Distanz entgegengesetzt werden? Und umgekehrt: Die Vertrautheit, das gemeinsame Musizieren und der Einzelunterricht können auch einen Nährboden bilden für (oft unbeabsichtigte) Grenzverletzungen der Lehrkräfte, für Abhängigkeit und Machtmissbrauch.


Dass auch sexuelle Grenzverletzungen in pädagogischen Einrichtungen vorkommen können, zeigen uns fast täglich Meldungen in den Medien. Die AG hat daher nicht nur alltägliche Fallbeispiele zu Nähe und Distanz thematisieren, sondern auch Gelegenheit geboten, den institutionellen Umgang mit sexuellen und emotionalen Grenzverletzungen zu diskutieren.


Dr. Freia Hoffmann ist Professorin für Musikpädagogik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und Direktorin des Sophie Drinker Instituts in Bremen.

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