8. bis 10. Mai 2015

Messe und Congress Centrum
Halle Münsterland

 

 

 


 

Congress-Saal
 

 

Landesjugendorchester NRW

Programm:     

Sascha Thiele, Pseudo

Dmitri Schostakowitsch, Cellokonzert Nr. 1 in Es-Dur op. 107

Modest Mussorgsky, Bilder einer Ausstellung

 

Dirigent:    

Sebastian Tewinkel
 

Solist:    

Danjulo Ishizaka, Violoncello

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Landesjugendorchester NRW bietet den besten Musikerinnen und Musikern im Alter vom 14 bis 24 Jahren die Möglichkeit, große sinfonische Werke in professioneller Qualität einzustudieren. Die etwa hundert Mitglieder dieses Auswahlensembles haben sich durch ein anspruchsvolles Probespiel oder ihre hervorragende Platzierung beim Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ qualifiziert. Sie kommen mehrmals pro Jahr während der Schulferien zu intensiven Proben zusammen und studieren bei jeder Arbeitsphase ein neues und künstlerisch interessantes Konzertprogramm ein. Unterrichtet werden sie dabei von Profimusikern namhafter Sinfonieorchester aus NRW. Mit dem WDR-Sinfonieorchester besteht seit 2006 eine lebendige tutti-pro-Patenschaft.


Die Arbeitsphasen schließen mit Konzerten in Nordrhein-Westfalen, CD-Produktionen oder auch Auslandstourneen. Ziele dieser Reisen waren unter anderem Frankreich, Portugal, Tschechien, Ungarn, das Baltikum, Russland und China. 2014 konzertiert das Landesjugendorchester NRW in Polen auf Einladung des Auswärtigen Amtes in namhaften Sälen von Breslau, Krakau und Warschau.


Seit 2013 entwickelt das Landesjugendorchester NRW besondere Konzertformate, die sich mit der Ästhetik einzelner Werke in ihren zeitlichen oder inhaltlichen Zusammenhängen befassen. So hat eine Mahlersinfonie mit Lesungen zwischen den Sätzen den Jahrestag der Reichsprogromnacht 2013 kulturell erlebbar gemacht.
Begeisternde Spielfreude gepaart mit hohem technischen Niveau und künstlerischen Anspruch zeichnen die Konzerte dieses Auswahlorchesters aus. Für viele Mitwirkende ist das Landesjugendorchester NRW eine wichtige Vorbereitung auf das Musikstudium und wirkt sich prägend auf ihren weiteren Lebensweg aus.

 

Foto: Landesjugendorchester NRW/Lea Letzel

 

gefördert vom:


Sebastian Tewinkel

 

Der aus Unna in Westfalen stammende Sebastian Tewinkel studierte zunächst Schulmusik mit dem Hauptfach Violine an der Musikhochschule in Hannover. Anschließend absolvierte er ein Künstlerisches Aufbaustudium im Fach Dirigieren bei Thomas Ungar an der Stuttgarter Musikhochschule, das er mit Auszeichnung abschloß und durch Meisterkurse bei Gianluigi Gelmetti und Sir Colin Davis ergänzte. Nach seinem Studium wurde Sebastian Tewinkel mit dem Stipendium der Herbert-von-Karajan-Stiftung Berlin ausgezeichnet und in das Förderprogramm „Dirigentenforum“ des Deutschen Musikrates aufgenommen. Kurz darauf gewann er gleich zwei wichtige Wettbewerbe: im Jahr 2000 erhielt er den 1. (und einzigen vergebenen) Preis beim Internationalen Dirigierwettbewerb der Stiftung Fundação Oriente in Lissabon und 2001 den Bad Homburger Dirigentenpreis. Tewinkel stand als Gast für Konzerte, CD- und Rundfunkproduktionen u.a. am Pult der philharmonischen Orchester in Augsburg, Hagen, Halle, Meinigen, Reutlingen und Stuttgart; ausserdem dirigierte er die Radio-Philharmonie Hannover sowie das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart. Nahezu alle deutschen Kammerorchester haben unter seiner Leitung musiziert. Auch im Ausland ist Sebastian Tewinkel gern gesehen. Er dirigierte das Sinfonieorchester Sofia, das Orquestra Metropolitana Lissabon, das Symphonieorchester Vorarlberg, die Festival Strings Lucerne und das St. Petersburg Philharmonic Orchestra. Im Bereich des Musiktheaters ist Sebastian Tewinkel ebenfalls erfolgreich. Schon während des Studiums leitete er Verdis „La Traviata“. 2004 folgte ein Aufführung der „Tosca“ von Giacomo Puccini im Freiburger Konzerthaus . Am Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen dirigierte er Mozarts „Le Nozze di Figaro“. 2007 leitete er eine Neuproduktion „Fairy Queen“ von Henry Purcell am Landestheater in Bregenz sowie Wagners „Tannhäuser“ am Theater Hagen. Bis zum Jahr 2009 engagierte sich Tewinkel als Dozent an der Musikhochschule Karlsruhe sowie am Landeskonservatorium in Vorarlberg/Österreich, wo er das dortige Sinfonieorchester betreute. Ausserdem leitete er mit grossem Erfolg das Bayerische Landesjugendorchester sowie sowie mehrmals das Sinfonieorchester der Musikhochschule Trossingen. Nachdem er 2007 erstmals das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks dirigierte, debutierte Sebastian Tewinkel im folgenden Jahr beim Hamamatsu Philharmonic Orchestra in Japan, dem Iceland Symphony Orchestra, den Bamberger Symphonikern sowie bei den Münchner Philharmonikern,die ihn daraufhin zu weiterer Zusammenarbeit verpflichtet haben. Von 2002 bis 2013 wirkte Sebastian Tewinkel als Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Südwestdeutschen Kammerorchesters Pforzheim. 2009/2010 übernahm er in gleicher Funktion die Kammerphilharmonie Graubünden in Chur. Ab dem Wintersemester 2010/11 ist er ausserdem Professor für Orchesterleitung an der Musikhochschule Trossingen. 2012 erhielt Sebastian Tewinkel den Echo-Klassik für die Sony/BR-Produktion von Cellokonzerten von Dvorak und Saint-Saens mit Maximilian Hornung und den Bamberger Symphonikern.


Danjulo Ishizaka

 

Seit dem Gewinn des ARD Wettbewerbs und des Grand Prix Emanuel Feuermanns zählt Danjulo Ishizaka zu den herausragenden Cellisten. Seine besondere Klangfarbe und ehrliche musikalische Tonsprache zeugen von großer Reife und hohem Wiedererkennungswert. Er „ist (…) eine veritable Musikerpersönlichkeit, phänomenal in seinem technischen Potenzial“ (Süddeutsche Zeitung), „überwältigend, bravourös und ausdrucksstark“ (FAZ), er „singt auf dem Cello (…), jede melodische Schwingung eine seelische Regung, zutiefst musikalisch und zutiefst menschlich“ (Süddeutsche Zeitung), so „wird sein Auftritt Höhepunkt des Abends“ (Tagesspiegel Berlin), mitreißend und hoch poetisch.” (Guardian)


Danjulo Ishizaka ist in Bonn in eine deutsch-japanische Familie geboren und begann bereits mit 4 Jahren das Cellospiel. Es folgte ein Studium in Berlin bei Boris Pergamenschikow und Tabea Zimmermann. Weitere Prägung erfuhr Ishizaka durch Bernhard Greenhouse, György Kurtág, Menahem Pressler und das Amadeus-Quartett.
Als Gewinner zahlreicher internationaler und nationaler Wettbewerbe hat Danjulo Ishizaka früh auf sich aufmerksam gemacht. Besonders hervorzuheben sind der 1. Preis beim internationalen Lutoslawski Wettbewerb in Warschau, der 1. Preis beim internationalen ARD Wettbewerb in München und der Gewinn des Grand Prix Emanuel Feuermann in Berlin, welcher unter der Schirmherrschaft von Daniel Barenboim erstmalig zum 100. Geburtstag des legendären Cellisten ausgetragen wurde.


Mit Mstislav Rostropovich pflegte er eine enge Zusammenarbeit, der das Spiel von Danjulo Ishizaka mit den Worten „phänomenal in seinem technischen Können, vollendet in seiner musikalischen Gestaltungskraft“ beschrieb.
Erste Konzerte führten den Cellisten bereits im Alter von 17 Jahren in die Berliner Philharmonie. 2003 debütierte er schließlich im Musikverein in Wien, 2004 in der Suntory Hall in Tokio, 2006 in der Carnegie Hall in New York, 2008 in der Royal Albert Hall in London und 2010 in der Londoner Royal Festival Hall.


Danjulo Ishikzaka konzertiert regelmäßig in Europa, den USA, China, Russland und Japan und tritt mit Künstlern wie Gidon Kremer, Lisa Batiashvili, Tabea Zimmermann, Julia Fischer, Veronika Eberle, Ray Chen, Martin Helmchen, Nils Mönkemeyer und Viviane Hagner auf. Ishizaka arbeitet mit renommierten Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Baltimore Symphony Orchestra, dem NHK und dem Tokyo Symphony Orchestra, dem Royal und dem London Philharmonic Orchestra, der Opéra National de Paris, der Academy of St. Martin in the Fields und den Wiener Symphonikern unter Dirigenten wie Gerd Albrecht, John Axelrod, Sir Andrew Davis, Christoph Eschenbach, Lawrence Foster, Michail und Vladimir Jurowski, Sir Roger Norrington, Christoph Poppen, Mstislaw Rostropovich und Leonard Slatkin zusammen.


Ishizaka ist auch gern gesehener Gast bei bedeutenden Festivals wie dem Kronberg Cello Festival, Schleswig Holstein und Rheingau Musik Festival, Jerusalem Chamber Music Festival, Kissinger Sommer, dem Kammermusikfest Lockenhaus, den BBC Proms, dem Verbier Festival, dem HongKong Arts Festival und den Osterfestspielen Salzburg.


Seine Debüt CD wurde 2006 mit dem „Echo Klassik“ ausgezeichnet. Den „Hideo Saito Memorial Fund Award“, einen der bedeutendsten Musikpreise Japans, erhielt Ishizaka Ende 2012. 2014 erhielt er zusammen mit dem Pavel Haas Quartett den Grammophone Award in der Kategorie Kammermusik.


Ishizaka spielt das Stradivari Cello „Feuermann“ (1730) der Nippon Music Foundation, früher gespielt von dem legendären Cellisten Emanuel Feuermann. Außerdem wird ihm von der Kronberg Academy das von Wolfgang Schnabl erbaute Cello, zuvor gespielt von Boris Pergamenschikow, zur Verfügung gestellt.


Danjulo Ishizaka ist Professor für Violoncello an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden.

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