Plenum I • Samstag, 18. Mai 2019 / 11.00 - 12.00 Uhr


 

 

Musik als zentrale Resonanzsphäre

Referent: Prof. Dr. Hartmut Rosa, Jena

 

Welche Rolle spielt Musik für die Menschen und deren Weltbeziehung? Der Umgang mit Musik in alltäglichen und außeralltäglichen Situationen hat in den vergangenen Jahrzehnten insbesondere aufgrund technologischer Entwicklungen der Speicherung, Übertragung und Wiedergabe von Musik stark zugenommen. Doch was genau machen Menschen mit Musik und was macht die Musik mit den Menschen?


In der Gegenwart gibt es einerseits starke Tendenzen zu einer Instrumentalisierung von Musik. Andererseits zeigt sich jedoch ein ungebrochenes Verlangen nach neuen, unerwarteten Musikerlebnissen, nach Berührt- und Ergriffenwerden von Musik, nach der Erfahrung eines „Anderen“ in und durch Musik. Gerade in dem Umstand, dass dieser Wunsch nicht immer eingelöst wird, dass also tiefgreifende, den Menschen berührende Musikerfahrungen stets unverfügbar bleiben, zeigt sich die Macht der Musik als eines Gegenübers, zu dem das Subjekt in eine mehr oder weniger „resonierende“ Beziehung des Gebens und Nehmens treten kann.


Entlang der drei Resonanzdimensionen wird eine Systematik der Resonanzsphäre Musik entworfen und durch Beispiele aus verschiedenen musikalischen Bereichen verdeutlicht. Schließlich werden das Verhältnis zwischen Resonanzerfahrungen und Entfremdung sowie Fragen der Resonanzsensibilität diskutiert. 


Prof. Dr. Hartmut Rosa ist Professor für Allgemeine und Theoretische Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Direktor des Max-Weber-Kollegs in Erfurt.

 

 

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