LEOPOLD
Gute Musik für Kinder

Preisverleihung 2019/2020

Die Gewinner des Medienpreises LEOPOLD – Gute Musik für Kinder 2019/2020 und des Sonderpreises LEOPOLD interaktiv

Am 27. September 2019 hat der Verband deutscher Musikschulen (VdM) zum zwölften Mal zusammen mit dem Bundesjugendministerium im WDR Funkhaus Köln den Medienpreis LEOPOLD verliehen. Zuvor hatte eine Expertenjury unter Vorsitz von Reinhart von Gutzeit aus über 120 Bewerbungen 22 Musiktonträger für die Empfehlungsliste ausgewählt. Sieben Produktionen sind nun mit dem begehrten Medienpreis LEOPOLD ausgezeichnet worden, dem Gütesiegel des VdM für besonders „gute Musik für Kinder“.

 

 

Die Preisträger des Medienpreises LEOPOLD 2019/2020.

Foto: Heiderich/VdM

Die Gewinner des Medienpreises LEOPOLD 2019/2020 sind die CDs „Die kleine Hexe“ (Aktive Musik Verlagsgesellschaft/Igel Records), „Sonne, Mond und Abendstern – Die schönsten Lieder zur guten Nacht“ (Argon Verlag/ Sauerländer audio), „Schneeflocken“ (Edition SEE-IGEL – Ute Kleeberg und Uwe Stoffel), „Zwerg Nase – Orchestermärchen für Sprecher und großes Orchester/Das kalte Herz – Konzertouvertüre“ (MBM Musikproduktion/ Coviello Classics), „Tanz den Spatz – Kinderlieder“ (Oetinger Media), „Die Pecorinos – Käse in New York. Ein Krimi-Mäusical“ (Panama-Records) und „Miloš und die verzauberte Klarinette – Ein Märchen über einen Jungen, der mit seinem Instrument die Welt veränderte“ (Yxalag/ GermanPops Media).

 

Die Gewinner des neuen Sonderpreises LEOPOLD interaktiv 2019/2020 sind die Apps „BandDings – Ein Musik-Abenteuer“ (doDings), „KlangDings – Ein fröhliches Musikspiel“ (doDings) und „Tongo Musik App“ (Firstconcert Productions) sowie die Webseiten „WDR Klangkiste“ (WDR/ Hauptabteilung Orchester und Chor/Programmbereich Internet).

 

Überreicht wurde der LEOPOLD durch den VdM-Vorsitzenden Ulrich Rademacher und Uta-Christina Biskup vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Ulrich Rademacher sagte: „Auch beim bereits 12. Wettbewerb haben wir wieder Neues, Unerhörtes und einfach richtig gut Gemachtes auf dem Gebiet der Musikmedien für Kinder mit dem Medienpreis LEOPOLD ausgezeichnet. Besonders freut es uns, dass wir außerdem in diesem Wettbewerbsjahr erstmals auch drei Musikapps und einer Webseite den neuen Sonderpreis LEOPOLD interaktiv verleihen können, für den wir uns in zwei Jahren noch durchaus mehr Bewerbungen wünschen.“

 

Bundesjugendministerin Franziska Giffey hob in ihrem schriftlichen Grußwort die Bedeutung des Medienpreises LEOPOLD hervor: „Familienmitglieder, Erzieherinnen und Erzieher und Kitas finden durch den Medienpreis LEOPOLD eine gute Auswahl an Musikmaterialien. In diesem Jahr zeichnet der LEOPOLD zum ersten Mal Musik-Apps und Webseiten aus. Damit wird deutlich: Der Medienpreis des Verbandes deutscher Musikschulen achtet auf aktuelle Entwicklungen. Er greift die Digitalisierung auf. Seit 1997 begleitet das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend den Wettbewerb und sichert seine Grundfinanzierung. In diesem Zeitraum hat sich der Preis zu einer wichtigen Richtschnur im Musikbereich entwickelt. Er schaut hin, was Kinder mögen und brauchen. Er bietet Erwachsenen damit eine gute Orientierung.“

 

Bereits am Vormittag wurde im Rahmen des Jazzkrimi-Kinderkonzerts „Vom Blues zum Groove – die unglaubliche Geschichte des Duke Elligator“ (Konzeption: Barbara Overbeck und Stephan Schulze) mit dem JugendJazzOrchesters NRW unter Leitung von Stephan Schulze und moderiert von Barbara Overbeck der Sonderpreis POLDI der Kinderjury überreicht. Die Klasse 7cm des Humboldt-Gymnasiums Köln hat die CD „Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht schlafen konnte – Ein Hörspiel mit 12 Liedern“ (Sabine Bohlmann/ Oetinger Media) damit ausgezeichnet. Diese Musikproduktion steht ebenfalls auf der Empfehlungsliste der Expertenjury.

 

Der Medienpreis LEOPOLD wird seit 1997 alle zwei Jahre vom Verband deutscher Musikschulen mit Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vergeben. Er gilt als eine der wichtigsten deutschen Auszeichnungen für Musiktonträger für Kinder. Partner des LEOPOLD sind das Kulturradio WDR 3, die Initiative Hören und die Forschungsstelle Appmusik der Universität der Künste Berlin.

 

Alle Preisträger des Medienpreises LEOPOLD 2019/2020 mit Hörbeispielen sind veröffentlicht unter https://www.musikschulen.de/projekte/leopold/leopold-2019/index.html

 

Die Liste der Preisträger: Preisträger Medienpreis LEOPOLD 2019/2020.

 

Die kommentierte Preisträger- und Empfehlungsliste kann bestellt werden beim VdM (Plittersdorfer Straße 93, 53173 Bonn, vdm( at )musikschulen.de).

 

* Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in dieser Ausschreibung nur die maskuline Singular- und Pluralform verwendet, wenn alle Geschlechter gemeint sind.  


Goldene Stimmgabel des VdM für Karl Karst

Besondere Auszeichnung für Leiter des Kulturradios WDR3 und Vorsitzenden der Initiative Hören

Mit der Goldenen Stimmgabel ehrt der Verband deutscher Musikschulen (VdM) Persönlichkeiten, die sich besonders verdient um den Verband gemacht haben. Karl Karst, Leiter des Kulturradios WDR3 und Vorsitzender der Initiative Hören, ist bei der Verleihung des 12. Medienpreises LEOPOLD am 27. September 2019 im WDR-Funkhaus mit der Goldenen Stimmgabel ausgezeichnet worden.

 

 
 

In seiner Rede sagte Ulrich Rademacher, Bundesvorsitzender des VdM: „Der Begriff Kulturpartner geht uns leicht über die Lippen, meist im Zusammenhang mit WDR3 und Kultur-Institutionen im Lande. Du aber hast es geschafft, Dich auch als Person zum Kulturpartner zu machen. Du bist für uns immer auch als Person Kulturpartner gewesen mit Deiner Unterstützung für den LEOPOLD. Aber auch mit Deinem „Baby“, der Initiative Hören. Denn Hören ist natürlich für uns Musikschulen im VdM die Grundlage all unseres Tuns und für alle Menschen Grundlage jeglicher Kommunikation. Dabei ist Hören zunächst einmal einfach nur Wahrnehmen, dann können wir lernen, der eigenen Wahrnehmung zu trauen, und schließlich - mit etwas Glück – dahin kommen, uns an der Wahrnehmung freuen. So wird man übrigens ein mündiger Bürger, der sich und seiner eigenen Wahrnehmung mehr traut, als denjenigen, die mitunter virtuos auf der Klaviatur unserer Gefühle spielen, um uns gefügig zu machen.

 

Der VdM-Voristzende Prof. Ulrich Rademacher (links) überreicht WDR3-

Wellenchef  Prof. Karl Karst die Goldene Stimmgabel des VdM.

Foto: WDR/Claus Langer

Hören ist aber auch analysieren, Hören ist Teilen, Hören ist Erinnerung und damit auch Identität- spüren. Das ist uns Musikschulleuten sehr nahe. Auf dieser Basis liegen nämlich Lust und Bewusstsein, liegen Spaß und Können sehr nahe beieinander“ und fuhr fort: „Lieber Karl, Du warst und bist uns mit Deinem Ermöglichen von so wichtigen und zukunftsweisenden Unternehmungen wie LEOPOLD, Deinem Eintreten für das Hören – gerade auch der leisen Töne, der Untertöne –, mit Deinem Sinn für Qualität ein wichtiger Partner, ein Kulturpartner eben. Dafür hat der Bundesvorstand des Verbandes deutscher Musikschulen beschlossen, Dich mit unserer Goldenen Stimmgabel auszuzeichnen. An einer Stimmgabel orientieren sich unsere besten Musiker. Du hast mit Deiner Partnerschaft stets Orientierung gegeben. Kompliment und Dank Dir dafür.“

 

Karl Karst dankte in seiner Rede für die ehrenvolle Auszeichnung mit der Goldenen Stimmgabel des Verbands deutscher Musikschulen und erklärte: „Die Bedeutung dieser Auszeichnung steht für mich in direktem Bezug zur gesellschaftlichen Bedeutung der Arbeit der Musikschulen in Deutschland. Sie sind unersetzlich für die musische Grundbildung der Kinder und Jugendlichen in unserem Land! Dabei geht es den Musikschulen traurigerweise genauso beschämend schlecht wie den Kindertagesstätten in diesem Land. Ihre finanzielle Ausstattung und die Gehaltsstruktur ihrer Mitarbeiter stehen in krassem Gegensatz zum gesellschaftsweiten Rang dieser Institutionen. Ich halte es für einen Skandal, dass es Kommunen gibt, in denen über die Schließung von Musikschulen nachgedacht wird!“.

 

„Als vor rund zehn Jahren die Debatte um die Kulturhaushalte der Kommunen auf einem vorläufigen Negativ-Höhepunkt angekommen war", so Karst, "sagte ich zur Eröffnung der Kölner TheaterNacht: ‚Wer Theater schließt, kann sicher sein, in die Annalen der Stadtgeschichte einzugehen, denn was in diesen Zeiten geschlossen wird, das wird sich nicht mehr wieder öffnen.‘ Gleiches gilt für die Musikschulen in Deutschland. Sie bilden die Basis für den musischen Grundunterricht in unserem Land, erschwinglich auch für weniger gut Betuchte. Wer Musikschulen schließt, der trägt Mitverantwortung für die geringere musische Bildung der zukünftigen Generationen. Wer Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit raubt, eine grundlegende musikalische Ausbildung zu erlangen, der trägt Mitverantwortung an der geistigen Verarmung unserer Gesellschaft. Einer Gesellschaft, deren Populismus- und Rechtsdruck in direktem Zusammenhang steht mit mangelnder Bildung und falscher Ausbildung.“

 

Die ihm verliehene Goldene Stimmgabel des Verbands deutscher Musikschulen nehme er mit großer Freude und Dankbarkeit als Wertschätzung der zurückliegenden 20 Jahre seiner Arbeit als Programmchef WDR 3 und die damit verbundene Schaffung der WDR 3 Kulturpartnerschaften an, die Veranstaltungen wie die Verleihung der LEOPOLD-Medienpreise erst möglich gemacht haben.

 

Die ganze Rede von Prof. Karl Karst finden Sie hier: Dankesworte von Prof. Karl Karst zur Verleihung der Goldenen Stimmgabel


Ehrenpreis LEOPOLD für Sylvia Schmeck

Auszeichnung der Leiterin des Büros der WDR 3-Programmleitung

Bei der Verleihung des Medienpreises LEOPOLD 2019/2020 am 27. September 2019 im WDR-Funkhaus, Köln, zeichnete der Verband deutscher Musikschulen (VdM) sieben Produktionen mit dem begehrten Medienpreis LEOPOLD aus, dem Gütesiegel des VdM für besonders „gute Musik für Kinder“.

Am Ende der Preisverleihung stand auf dem Podest der Bühne aber noch eine LEOPOLD-Figurine. Diese war einer besonderen Ehrung vorbehalten: Ein LEOPOLD sozusagen außer Konkurrenz für Sylvia Schmeck, Leiterin des Büros der WDR 3-Programmleitung und des Kulturbeauftragten des Intendanten.

 

 

Dr. Hendrike Rossel, Projektleiterin des Medienpreises LEOPOLD (rechts),

und VdM-Bundesgeschäftsführer Matthias Pannes überreichten Sylvia

Schmeck den Ehrenpreis LEOPOLD. Foto: WDR/Claus Langer

Hendrike Rossel, Projektleiterin des Medienpreises LEOPOLD, hob in ihrer Laudatio die besonderen Verdienste Sylvia Schmecks um den Medienpreises LEOPOLD hervor: „Last, but first: Die Fäden laufen alle zusammen in einer Person, die sich für diesen LEOPOLD im Grunde genauso verantwortlich fühlt wie wir als austragender Verband. Es ist eine Person, die immer mitdenkt, die immer mitplant, die jederzeit ein offenes Ohr für unsere Wünsche hat und die ich in all diesen vielen Jahren als absolut zuverlässige und mir sehr lieb gewordene Kollegin habe kennenlernen dürfen“. Anschließend überreichte sie Sylvia Schmeck zusammen mit VdM-Bundesgeschäftsführer Matthias Pannes die LEOPOLD-Figurine und die LEOPOLD-Urkunde.

 


Sonderpreis LEOPOLD interaktiv 2019/2020 - Empfohlene Musikapps und Online-Plattformen

 

Ausführlicher Beitrag von Matthias Krebs (Leiter der Forschungsstelle Appmusik der Universität der Künste Berlin und Mitglied der Extrajury für den Sonderpreis LEOPOLD interaktiv 2019/2020) zum Für und Wider kindlicher Mediennutzung, zu Natur vs. Medienalltag, zu Auswahlkriterien des Sonderpreises LEOPOLD interaktiv und mit einer Vorstellung der empfohlenen Apps und Webseiten:

http://forschungsstelle.appmusik.de/leopold_interaktiv-2019-musikapps

 

 

 

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