21.11.2025 | VdM Verband deutscher Musikschulen
Nachwuchs, Fachkräftemangel und politische Interessenvertretung im Fokus
Erweiterter Bundesvorstand des VdM tagte in Bonn
Finn Schumacker. Fotos: VdM / Claudia Wanner
Am 20. und 21. November kam der Erweiterte Bundesvorstand des VdM in Bonn zusammen, zuvor tagte bereits der Bundesvorstand. Im Mittelpunkt standen zentrale Zukunftsfragen der Musikschulen.
Finn Schumacker, Executive Director der AEC, gab einen Impuls zum Thema „Frühe Förderung – starke Zukunft. Politische Interessenvertretung für Musikschulen“. Er verdeutlichte, wie wichtig musikalische Bildung für Kinder, Jugendliche und die Gesellschaft insgesamt ist als ein grundlegender Beitrag zum menschlichen Leben und zu demokratischen Gesellschaften.
Der Baden-Württembergische Vorsitzende Ingo Sadewasser stellte die umfangreiche politische Kampagne des LVdM Baden-Württemberg zur Landtagswahl 2026 vor. Deutlich wurde, wie wichtig eine starke, gut vorbereitete Interessenvertretung auf Landesebene ist.
Sitzung des Erweiterten Bundesvorstandes des VdM in Bonn.
Neben intensiven Beratungen und Berichten informierte der VdM-Bundesvorsitzende Friedrich-Koh Dolge über die Ergebnisse der VdM-Umfrage zu Renteneintritten bis 2035. Diese Zahlen zeigen, wie dringend der Fachkräftebedarf ist, und wie dringlich es ist, den kommenden Generationen von Lehrkräften gute Rahmenbedingungen zu bieten.
Ein weiterer Höhepunkt war die Vorabpräsentation der bundesübergreifenden Studie "MiKADO-Musik" durch Prof. Michael Dartsch, Prof. Kerstin Weuthen und Prof. Wolfgang Lessing. Die Studie untersucht den Nachwuchskräftemangel im künstlerisch-pädagogischen Bereich an Ausbildungsinstituten in Deutschland und Österreich. In einem breit angelegten Crowd-Research mit über 50 Forschungsgruppen wurden Ursachen, Herausforderungen und konkrete Handlungsansätze erarbeitet – unter Mitwirkung zahlreicher Musikhochschulen, Studieninstitutionen und des VdM.
Klar ist: Damit Musikschulen auch in Zukunft stark bleiben, braucht es frühe Förderung, nachhaltige politische Unterstützung und gezielte Strategien gegen den Fachkräftemangel.
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