Deutscher Musikschultag

Erklärung zum Deutschen Musikschultag 2015

in Verbindung mit dem Tag der Musik des Deutschen Musikrates

 

 

  • Musik gehört zum Leben

Musizieren öffnet die Sinne und bereichert unsere Erlebnis- und Ausdruckswelt. Musizieren macht Freude, schafft Identifikation  und führt Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kulturen, Nationen und Generationen zusammen. Musik ist als ureigener Teil menschlicher Existenz in bestem Sinne ein Lebensmittel.

 

  • Musik – ein Leben lang

Musik ist Bestandteil unserer Kultur. Selbst zu musizieren – vom Beginn des Lebens an bis ins hohe Alter hinein – ist emotional und  geistig bereichernd.

 

  • Musikalisches Erbe – Fundament und Auftrag

Musik und Musikleben in den mannigfaltigen derzeitigen Erscheinungsformen sind aus vielgestaltigen stilistischen Strömungen hervorgegangen, die heute immer noch lebendig sind und weiter prägend wirken. Insofern ist Erbe auch Auftrag: Die Fähigkeit und die Kunst der immer neuen Wahrnehmung, Betrachtung, Reflexion, Neubewertung und kreativen Reproduktion braucht musikalische Bildung. Nur so bleibt unser musikkulturelles Erbe ebenso Basis wie Impulsgeber für eine vitale Musiklandschaft.

 

  • Vielfalt der Musik – Reichtum der Sinne

Unterschiedlichste musikalische Traditionen, Stile und Gestaltungsformen sind weltweit und umfassend erfahrbar und bereichernd für das lebendige Musizieren in der Gesellschaft. Diese Vielfalt schafft in der Wechselwirkung von Authentizität der Stile wie in ihrer gegenseitigen Verbindung die Sicherung von Traditionen und die Schaffung von Räumen für Innovationen.

 

  • Zukunfts-Musik – musikalische Räume für morgen

Die lebendige Auseinandersetzung mit Musik ist immer von Experiment, Grenzüberschreitung und Innovation geprägt. Unser zukünftiges Musikleben braucht den Erhalt und die Schaffung von Freiräumen für musikalisch Neues.

 

  • Musikschule der Zukunft und Zukunft der Musikschule sind inklusiv

Die öffentlichen Musikschulen im Verband deutscher Musikschulen sind Bildungseinrichtungen, die im öffentlichen Auftrag eigenständig – zunehmend aber auch vernetzt mit anderen Partnern in der kommunalen Bildungslandschaft – allen Menschen inklusionsangemessene Angebote unterbreiten und Unterstützung leisten: Musizieren zu lernen, selbst Musik zu machen, zu hören, zu verstehen und gemeinsam zu erleben.
Die Musikschulen arbeiten für  eine selbstverständliche Teilhabe aller Menschen: Kinder und Jugendliche unabhängig von sprachlichen, kulturellen, sozialen, geistigen und körperlichen Voraussetzungen, Erwachsene, Menschen mit Behinderung,  alte und pflegebedürftige Menschen oder auch Schülerinnen und Schüler, die eine angemessene Schaffung von Zeiten und Räumen für Unterricht und Üben im Schulalltag benötigen.
Die Musikschulen sind dabei offen für musikalische, pädagogische und kulturelle Vielfalt. Sie achten die Individualität und erkennen und nutzen Vielfalt und Heterogenität als Chancen.
Musikschulen verbinden Menschen unterschiedlicher sozialer Schichten und  stiften Gemeinschaft.  Sie sind generationen- und kulturübergreifend ausgerichtet.

 

  • Die rund 950 öffentlichen Musikschulen in Deutschland

in denen an über 4.000 Standorten bundesweit insgesamt über eine Million Kinder, Jugendliche und Erwachsene von 38.000 Fachlehrkräften im praktischen Musizieren unterrichtet werden, sind gemeinnützige öffentliche Bildungseinrichtungen. In der Verantwortung der Kommunen und gefördert von den Ländern garantieren sie mit ihrem verbindlichen Strukturplan, ihren Lehrplänen und ihrem vielfältigen, sorgfältig abgestimmten Unterrichtsangebot durch qualifizierte Lehrkräfte die umfassende Erfüllung ihres öffentlichen Bildungsauftrags. Als unverzichtbare Bildungsinstitutionen in den Städten, Kreisen und Gemeinden leisten sie eine fundierte Grund- und Aufbauarbeit in allen Bereichen der musikalischen Bildung. Sie berücksichtigen soziale Aspekte bei der Gebührengestaltung und sind kompetente, zuverlässige und gut organisierte Kooperationspartner für Kindertagesstätten, allgemein bildende Schulen, Kirchen, die Laienmusik, Musikhochschulen und weitere Institutionen und Organisationen.

 

Die Erklärung zum Deutschen Musikschultag 2015 als PDF-Datei

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gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
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