Musikschulkongress '99
Musik braucht Qualität - Musikschule

 

 

 

 

Plenum I

 Referat als Download

 


Kulturförderung in gemeinsamer Verantwortung

 

Ein "Contrat Culturel" für Musikschulen

 

Referent: Dr. Bernhard Freiherr Loeffelholz von Colberg,  geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Jürgen Ponto-Stiftung und des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. 

 

 

Vor mehr als 200 Jahren prägte Jean-Jacques Rosseau mit seinem Buch über den "Contrat social" den Begriff des demokratischen Gesellschaftsvertrages und läutete auf politisch-sozialer Ebene das Zeitalter der Aufklärung ein: Von Natur aus frei geboren, akzeptiert der mündige Bürger den Gemeinwillen als oberstes Gebot und schafft damit die Basis für den idealen Staat. 
Im Zeitalter des gnadenlosen wirtschaftlichen Wettbewerbs, der Profitorientierung unter dem Schlagwort des "shareholder value" und des Vorrangs von Gruppeninteressen wird die Rückbesinnung auf den Bürgersinn erneut Thema. Gerade im kulturellen Bereich werden zunehmend Hoffnungen in Modelle von public-private partnership gesetzt, in denen vor allem Wirtschaftsunternehmen als Sponsoren auf lokaler, nationaler und europäischer Ebene gefragt sind. Aber auch Staat, Kommunen und Bürger sind aufgerufen, die gemeinschaftliche Gestaltung und Finanzierung der Kultur wieder in den Mittelpunkt des Interesses zu rücken. In Anlehnung an Rousseau prägte der Direktor der Dresdner Bank AG, u.a. auch geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft und der Jürgen Ponto-Stiftung, Dr. Bernhard Freiherr Loeffelholz von Colberg, dafür den Begriff des "Contrat culturel". Er versteht darunter eine (Selbst)verpflichtung aller gesellschaftlichen Kräfte auf die gemeinsame Garantie im Sinne einer umfassenden - also gerade nicht als "Minimalausstattung" zu definierenden - "kulturellen Grundversorgung". Wichtig ist es Loeffelholz in diesem Zusammenhang zu betonen, dass zu guter Kulturförderung neben Geld ebenso Engagement und Kompetenz gehören, damit Kunst und Kultur weder machtpolitisch vereinnahmt, noch wirtschaftlich instrumentalisiert werden. 
Welche Bedeutung den Musikschulen in dem Gesamtgebäude des angestrebten "Kulturvertrages" zukommt, stellte Freiherr von Loeffelholz im Eröffnungsvortrag zum Musikschulkongress '99 dar. 

  

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