07.02.2020 | Landesverband der Musikschulen in Schleswig-Holstein e.V.

Saxofonkonzert zwischen den Meeren

Landesverband der Musikschulen in Schleswig-Holstein fordert eine Verdopplung der Landesmittel

„Die musikalische Bildung gehört zum Leben wie die Meere zu Schleswig-Holstein“, so Rhea Richter, Geschäftsführerin des Landesverbands der Musikschulen in Schleswig-Holstein. „Die Meere zeichnen unser Bundesland aus und genauso ist es mit der musikalischen Bildung. Sie stärkt unsere Persönlichkeit, bringt Freude und ist unabdingbar für eine funktionierende Gesellschaft“.


Die öffentlichen Musikschulen sind jedoch auf Landesförderungen angewiesen, damit sie nachhaltige Perspektiven in der schleswig-holsteinischen Musikschullandschaft schaffen können. Die Landesförderung ist derzeit in Schleswig-Holstein im Gesamtetat verhältnismäßig gering. Schleswig-Holstein gehört im bundesweiten Vergleich zu den Schlusslichtern. Eine Verdopplung der Landesmittel ist laut des Landesverbands der Musikschulen in Schleswig-Holstein notwendig, um einen annähernden Anschluss an das Mittelfeld im bundesweitern Vergleich zu schaffen. Nur so können die Musikschulen den gewachsenen Qualitätsansprüchen und gleichwertigen kulturellen Lebensverhältnissen in der Fläche nachgekommen.

 

Derzeit macht die Landesförderung in Schleswig-Holstein 4 Prozent des Gesamtetats der Musikschulen aus. Die Folge: Knapp 60 Prozent des Gesamtetats tragen die Musikschüler bzw. die Eltern selbst. Doch nicht nur hohe Unterrichtsgebühren verringern die Möglichkeit an der Teilhabe, sondern auch die weiten Anfahrtswege in unserem Flächenland. Im Land Schleswig-Holstein fördern die Kommunen derzeit 22 öffentliche Musikschulen, doch die Unterrichtsstandorte reichen bei Weitem nicht aus. Die Musikschulen benötigen weitere Mittel, auch um die Arbeit in der Fläche auszubauen, sowohl räumlich als auch personell.


Aber nicht nur das Musikschulnetz muss weiter ausgebaut werden, auch die Anstellungsverhältnisse müssen verbessert werden. Über 700 Musikschullehrer arbeiten in Schleswig-Holstein auf Honorarbasis. Diese prekären Arbeitsverhältnisse führen zu erheblichen Nachteilen wie niedriger Entlohnung, keiner Lohnfortzahlung in Krankheitsfällen, an Feiertagen oder in den Schulferien sowie mangelnder sozialer Absicherung. Eine Situation, die dringend geändert werden muss, damit der anhaltende Lehrkräftemangel bekämpft, eine Perspektive für Nachwuchslehrer geboten und die Qualität und Angebotsvielfalt an Musikschulen gefestigt und ausgebaut werden kann.


Der Landesverband der Musikschulen in Schleswig-Holstein setzt sich daher als Partner der Bildungslandschaft und Interessenvertreter der öffentlichen Musikschulen für die Stärkung der öffentlichen Musikschulen, Verbesserung der beruflichen Perspektiven und Steigerung der Teilhabe an musikalischer Bildung ein und fordert deshalb eine Verdopplung der Landesförderung. Um die Qualität, Perspektive und Teilhabe an öffentlichen Musikschulen festigen und ausbauen zu können, ist außerdem eine dauerhafte Dynamisierung der Landesmittel notwendig, die durch ein Landesmusikschulgesetz verankert werden sollte.


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