19.02.2026 | VdM Verband deutscher Musikschulen

Kinder und Jugendliche fördern – Zukunftsperspektiven schaffen

„Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ (2028 – 2033) jetzt sichern

Bildungsgerechtigkeit zu fördern ist das erklärte Ziel der Bundesregierung. Gemäß Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD wird „Kultur macht stark“ auch ab 2028 fortgesetzt. Die mehrmalige Erwähnung des Programms ist folgerichtig, wenn man die beachtliche Bilanz betrachtet:

 

Seit dem Start des Bundesprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ 2013 haben bereits über 53.000 Projekte für Kinder und Jugendliche in ganz Deutschland stattgefunden. Dabei wurden mehr als 1,5 Millionen Teilnehmende erreicht und ihnen konnten Zugänge zur kulturellen Bildung eröffnet werden. Fast 21.000 Bündnisse für Bildung engagierten sich bisher in den Projekten, initiiert durch 100.000 zivilgesellschaftliche Akteure. „Kultur macht stark“-Projekte wurden bis jetzt in allen Landkreisen und kreisfreien Städten erfolgreich durchgeführt – 44,8 Prozent in ländlichen Regionen.

 

Ohne „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ werden in Deutschland zentrale Strukturen zur Förderung von Bildungsgerechtigkeit wegbrechen. Ein Wegfall bedeutet: weniger kulturelle Lernräume, weniger Unterstützung für Kinder, die nicht auf Ressourcen im Elternhaus zurückgreifen können – und damit weniger Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe. „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ ist mehr als ein Förderprogramm für kulturelle Bildung: Es ist ein wirksames Instrument gegen Bildungsarmut, soziale Spaltung und ungleiche Lebenschancen. Darum ist eine Fortsetzung ab 2028 um mindestens weitere 5 Jahre – wie im Koalitionsvertrag vorgesehen – unabdingbar.

 

Das Programm schafft seit über zwölf Jahren nachhaltige außerschulische Bildungserfahrungen für Kinder und Jugendliche in Risikolagen: Es ermöglicht Persönlichkeitsentwicklung über neue Zugänge zu Kunst und Kultur und schafft dadurch Grundlagen für erfolgreiche Bildungsbiografien. Durch die Stärkung von Kindern und Jugendlichen erhöht das Programm ihre Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe und wirkt unmittelbar gesellschaftlicher Spaltung entgegen.

 

„Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ berücksichtigt den gesamten Komplex menschlichen Handelns und Schaffens. Die 27 Programmpartner stellen mit ihrer fachlichen Expertise die Qualität der Angebote sicher. Sie repräsentieren die Vielfalt der deutschen Zivilgesellschaft: von bundesweit agierenden Kunst-, Kultur- und Bildungsverbänden, Initiativen, migrantischen und jüdischen Organisationen bis zu der Vielzahl gemeinnütziger Vereine und Akteure, die sich vor Ort für Bildung, Teilhabe und Zusammenhalt engagieren.

 

Mit bundesweiten Strukturen stellen die Programmpartner die flächendeckende Erreichung der Zielgruppe über lokale Bündnisse sicher. Unterstützt werden sie dabei von ehrenamtlichem und bürgerschaftlichem Engagement. So stärken sie Vertrauen, Selbstwirksamkeit und Teilhabe und leisten damit einen entscheidenden Beitrag zu Demokratie, sozialem Zusammenhalt und gleichberechtigter Beteiligung in einer pluralen Gesellschaft.

 

Das langjährige programmbegleitende Monitoring und die dazugehörige Evaluation zeigen, dass

„Kultur macht stark” über ein sinnvolles Fördermodell verfügt und über die fachliche Expertise der 27 Programmpartner und ihre Strukturen die hohe Qualität der lokalen Angebote gesichert sind.

 

Daher fordern die 27 Programmpartner die Weiterführung des Programms ab 2028 für mindestens weitere fünf Jahre.

 

 

1. Gleiche Bildungschancen durch kulturelle Bildung – von Anfang an

 

Mit den Angeboten der „Kultur macht stark“-Projekte wird der Ungleichheit von Bildungschancen von Anfang an aktiv entgegengewirkt. Dabei fördern die Projekte die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen, indem sie Selbstwirksamkeit, Kreativität, Einsatzbereitschaft, Teamfähigkeit und Konzentration stärken. Kinder und Jugendliche lernen ihre Stärken kennen, entwickeln neue Fähigkeiten. So entsteht eine nachhaltige Wirkung, die sie in ihrem weiteren Bildungsweg stärkt.

 

2. Bildungserfolg sichern

 

Teilhabe an Kultur und gerechte Chancen auf Bildung dürfen nicht von sozialen Voraussetzungen abhängen. Positive Erfahrungen im Kindes- und Jugendalter legen die Basis für den Bildungserfolg. Die Angebote von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ ermöglichen es jungen Menschen, Zukunftskompetenzen aufzubauen, unabhängig von den Ressourcen ihres Elternhauses. So werden strukturelle und institutionelle Barrieren von Anfang an abgebaut.

 

3. Demokratie erfahren – Kinder- und Menschenrechte umsetzen

 

In den „Kultur macht stark“-Projekten wird Demokratie unmittelbar erfahren: Kinder und Jugendliche gestalten aktiv mit, übernehmen Verantwortung und erleben, wie Kinder- und Menschenrechte durch Teilhabe verwirklicht werden. Partizipation, gemeinsames Gestalten und ein respektvoller Umgang auf Augenhöhe prägen die Angebote. So erhalten junge Menschen eine Stimme, stärken ihre Dialogfähigkeit und lernen, sich konstruktiv mit unterschiedlichen Themen auseinanderzusetzen.

 

4. Kommunale Bildungslandschaften stärken – besonders in ländlichen Räumen

 

Die Evaluation zeigt: Kommunale Bildungslandschaften entfalten ihre größte Wirkung, wenn Angebote und Maßnahmen miteinander verzahnt sind. Sie schaffen verlässliche Strukturen kultureller Bildung vor Ort und sichern bedarfsorientierte Angebote für Kinder und Jugendliche. Besonders in ländlichen Räumen gewinnen diese Strukturen an Bedeutung: Sie beleben Regionen, gleichen den Wegfall anderer Bildungsangebote aus und tragen so zur Stärkung gleichwertiger Lebensverhältnisse und der Daseinsvorsorge bei.

 

5. Ganztags-Qualität weiterentwickeln

 

„Kultur macht stark”-Projekte leisten einen wichtigen Beitrag zur qualitativen Gestaltung des Ganztags. Die vielfältigen und flexiblen Bildungsangebote verzahnen schulische und

außerschulische Lernräume, erweitern den Erfahrungshorizont von Kindern und erreichen sie auch außerhalb der Unterrichtszeit – etwa in den Ferien.

 

„Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ unterstützt die Erreichung bildungspolitischer Ziele und gesetzlicher Verpflichtungen auf vielen Ebenen – ein etabliertes Programm mit

nachgewiesener Wirkung. Mit Beginn einer neuen Förderphase ab 2028 wird sich die Möglichkeit eröffnen, das Programm auf Basis seiner bewährten Strukturen weiterzuentwickeln und auszubauen. Diese Chance kann jetzt ergriffen werden! Die 27

Programmpartner stehen hierfür weiterhin mit ihren Strukturen und Expertise zur Verfügung.

 

Die Programmpartner in „Kultur macht stark III“:

 

Aktion Tanz – Bundesverband Tanz in Bildung und Gesellschaft e. V. • Alevitische Gemeinde Deutschland 

K.d.ö.R. • ASSITEJ e. V. Bundesrepublik Deutschland • BAG Zirkuspädagogik e. V. • Bundesmusikverband Chor & Orchester e. V. • Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler

e. V. • Bundesverband der Friedrich-Bödecker-Kreise e. V. • Bundesverband Freie Darstellende Künste e. V. • Bundesverband Jugend und Film e. V. • Bundesverband Netzwerke von Migrantenorganisationen e. V. • Bundesverband Popularmusik e. V. • Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V. • DAGESH. Jüdische Kunst im Kontext, ein Programm von DialoguePerspective e.V. • Deutscher Bibliotheksverband e. V. • Deutscher Bühnenverein – Bundesverband der Theater und Orchester • Deutscher Museumsbund e. V. • Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V. • Deutscher Volkshochschul-Verband e. V. • Fonds Darstellende Künste e. V. • JFF – Jugend Film Fernsehen e. V. • Paritätisches Bildungswerk Bundesverband e. V. • Spielmobile e. V. – Bundesarbeitsgemeinschaft der mobilen spielkulturellen Projekte • Stiftung Digitale Spielekultur gGmbH • Stiftung Lesen • Türkische Gemeinde in Deutschland e. V. • Verband deutscher Musikschulen e. V. • Zirkus macht stark – Zirkus für alle e. V.


zurück


Musikschulsuche

Finden Sie Ihre
Musikschule
Jetzt suchen

Termine

Musikschulsuche

Finden Sie Ihre Musikschule

Musikschulsuche

Finden Sie Ihre Musikschule

(c) Verband deutscher Musikschulen e.V., www.musikschulen.de
gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Kinder- und Jugendplans des Bundes
gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Kinder- und Jugendplans des Bundes