15.10.2026 | VdM Verband deutscher Musikschulen
Gemeinsam und proaktiv
Personelle Übergänge in Vorstand und Geschäftsführung im Landesverband Hessen
Qalmende Köpfe & zufriedende Gesichter nach einem Vormittag
intensiver Einarbeitung und Übergabe. Foto: LVdM Hesen
Hans-Joachim Rieß und Michael Eberhardt haben in den letzten Jahrzehnten die Geschicke des VdM Hessen und seiner Mitgliedsmusikschulen entscheidend geprägt. Zuletzt konnte unter ihrer Führung mit dem Pakt für die Musikschulen und der Einführung eines neuen Landesfördermodells fast eine Verdreifachung der Landesmittel für die öffentlichen Musikschulen innerhalb von einem Jahrzehnt erwirkt werden. Damit steigt das Land Hessen – viele Jahre Schlusslicht in Sachen Musikschulförderung – bis 2031 in die Spitzengruppe aller Flächenländer auf. Weitere Verdienste des langjährigen verbandlichen Führungsduos liegen im Bereich der Kooperationsarbeit mit allgemeinbildenden Schulen, was in den Programmen JeKi, ZusammenSpiel Musik sowie in der vertrauensvollen und engen Kooperation mit dem BMU Hessen Ausdruck fand.
Michael Eberhardt war 15 Jahre ehrenamtlicher Landesvorsitzender des VdMH, Hans-Joachim Rieß 25 Jahre hauptamtlicher Landesgeschäftsführer. Nun verlassen die beiden das Steuerhaus des Verbandes – und ohne jede Übertreibung darf man sagen: Eine Ära geht zu Ende! Der Blick von beiden richtet sich jedoch in die Zukunft – die personellen Übergänge mit ihren Nachfolgern gestalten sie vorausschauend und proaktiv. Fest steht außerdem, dass beide dem VdMH auch zukünftig eng verbunden bleiben und sich weiterhin ehrenamtlich in die Verbandsarbeit einbringen werden: Michael Eberhardt wird mit der Leitung der vorgesehenen „Arbeitsgruppe Ganztag und Schulkooperationen“ beauftragt, in welcher auch Hans-Joachim Rieß mitarbeiten wird.
Verabschiedung von Dr. Hans-Joachim Rieß (rechts) und Klaus
Bredl (Mitte) bei der Geschäftsstellenkonferenz 2026. Foto: VdM
Gefeiert wurde natürlich auch: Nachdem Michael Eberhardt und Hans-Joachim Rieß bereits im August mit einer Bootsfahrt auf dem Rhein von ihren hessischen Weggefährten aus Musikschulen, Politik, Verwaltung sowie Musik- & Kulturlandschaft verabschiedet worden waren, fand bei der Geschäftsstellenkonferenz des Verbandes deutscher Musikschulen in Neuruppin für Hans-Joachim Rieß und seinen niedersächsischen Kollegen Klaus Bredl noch eine kleine Abschiedsfeier im Kreise der Geschäftsführungskollegen aus Bund und Ländern statt.
Michael Eberhardt übergab seine Amtsgeschäfte als Landesvorsitzender am 14. September 2026 offiziell in die Hände von Christoph Möller, gewählter stellvertretender Vorsitzender des VdMH und Leiter der Musikschule Schöneck-Nidderau. Christoph Möller wird das Amt des Landesvorsitzenden in Absprache mit den Mitgliedern des erweiterten Vorstands bis zur nächsten regulären Vorstandswahl im kommenden Jahr kommissarisch übernehmen. Er blickt bereits auf neun Jahre VdMH-Vorstandsarbeit zurück – die letzten fünf Jahre als stellvertretender Vorsitzender – und verfügt deshalb über einen reichen Erfahrungsschatz, der ihm einen nahtlosen Übergang ermöglicht. Unterstützt wird er bei der Vorstandsarbeit durch die stellvertretende Vorsitzende Judith Portugall und durch die sechs Vorsitzenden der Musikschulbezirksversammlungen.
Gleichzeitig ist bereits am 1. September 2026 der neue Landesgeschäftsführer Matthias Edeler in der Wiesbadener Geschäftsstelle an Bord gegangen und hat sich sofort an die Arbeit gemacht. Achteinhalb Jahre Musikschulverbandsarbeit beim LVdM Schleswig-Holstein bieten ihm dabei ein solides thematisches Fundament. Ein besonderer Schwerpunkt seiner bisherigen Arbeit lag im Bereich der Studienvorbereitenden Ausbildung. Für seine Einarbeitung in Themen, Strukturen und Prozesse kann er sich – neben dem Verbandsvorstand und den Kolleginnen in der Geschäftsstelle – auch weiterhin auf seinen Vorgänger Hans-Joachim Rieß verlassen. Dieser reiste im Monat September an vier Tagen für intensive Übergabegespräche nach Wiesbaden und steht auch darüber hinaus seinem Nachfolger mit gutem Rat & fundierter Antwort zur Verfügung. Die Themen, die zwischen den beiden besprochen werden, sind dabei so vielfältig wie der Job des Landesgeschäftsführers: von einfachen Klempnerarbeiten in der Geschäftsstellenküche bis hin zu den Finessen musikschulpolitischer Interessenvertretung im Land Hessen.
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