MusikLeben! Das Verbandskonzept des VdM
Zielgruppen

Risikolagen, die die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen beeinträchtigen
 

Laut Bildungsbericht werden „drei Risikolagen definiert: erstens eine soziale, wenn kein Elternteil erwerbstätig ist, d.h. beide Eltern bzw. der alleinerziehende Elternteil erwerbslos oder Nichterwerbspersonen sind; zweitens eine der Bildungsferne des Elternhauses, wenn kein Elternteil über einen Abschluss der Sekundarstufe II oder höher verfügt, und drittens eine finanzielle, wenn das Familieneinkommen unter der Armutsgefährdungsgrenze liegt.“
(Quelle: Nationaler Bildungsbericht 2010, S. 28)

 

Im VdM-Konzept MusikLeben! wird die Zielgruppe der bildungsbenachteiligten Kinder und Jugendlichen zwischen drei und 18 Jahren in vier Kernzielgruppen unterteilt, wobei sich auch Schnittmengen ergeben können.
Bei Projekten, die im Rahmen von MusikLeben! gefördert werden, geht es um die Einbeziehung:

 

  1. von Kindern und Jugendlichen, vornehmlich in sozialen Brennpunkten, in Quartieren im Wandel („Potenzialquartieren“) und in strukturschwachen Gebieten.
    a) im Vorschulbereich, d.h. in Kindertagesstätten und Kindergärten.
    b) in allgemeinbildenden Schulen, mit dem Fokus auf Schulformen wie Hauptschule, (ggf. auch Gesamt- und Realschule), Förder- und Sonderschule und den Grundschulen. Maßnahmen sind weniger im Schulformbereich des Gymnasiums zu erwarten, jedoch nicht auszuschließen (z.B. in strukturschwachen Gebieten mit hoher Arbeitslosigkeit).
     
  2. von Kindern und Jugendlichen mit geistigen und körperlichen Behinderungen im Sinne der Inklusion. Ebenso fällt hierbei der Blick vornehmlich auf soziale Brennpunkte, auf Quartiere im Wandel („Potenzialquartiere“) und auf strukturschwache Gebiete. Eine Bildungsbenachteiligung hinsichtlich kultureller Bildung besteht u.a. durch den eingeschränkten Aktionsrahmen oder den z.T. zusätzlich limitierten rezeptiven Möglichkeiten junger Menschen mit Behinderungen.
     

  3. von Kindern und Jugendlichen in Risikolagen (soziale Risikolage, finanzielle Risikolage, Risiko der Bildungsferne) sowie Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund in sozialen Brennpunkten, „Potenzialquartieren“ und strukturschwachen Gebieten, insbesondere jenseits der Orte formaler Bildungskontexte.
     

  4. von Kindern und Jugendlichen suchtgefährdeter, suchtkranker und psychisch kranker Eltern sowie Kinder und Jugendliche, die selbst suchtgefährdet, suchtkrank oder psychisch krank sind. In diese Kategorie fallen auch Maßnahmen für Kinder und Jugendliche in Kinderheimen, Krankenhäusern, Krebs-Stationen und Hospizen oder im Jugendstrafvollzug.

 

 

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