Space Music – Computermusik an der Oberschule am Leibnizplatz in Bremen

Kinder und Jugendliche einer Vorklasse entwickeln eigene Musikstücke mithilfe von Computern, Software und dazugehörigen Controllern, Mischpult und Monitoren.

„Space Music“ ist ein Projekt im Rahmen des Programms „Kultur macht Stark“ MusikLeben2. Erdacht wurde es von der Musikschule Bremen in Zusammenarbeit mit Alexander Derben (Komponist für audiovisuelle Musik und Lehrkraft an der Freien Musikschule Bremen-Nord), der das Projekt als Lehrkraft leitet. Ziel ist die Entwicklung eigener Musikstücke durch die Jugendlichen im Projekt mittels Computer, der Software „Ableton Live“ und zugehöriger Controller, Mischpult und Monitore. Die Finanzierung des Projektes erfolgt durch die Mittel von „Kultur macht stark“, für die praktische Abwicklung wurde ein Kooperationsvertrag zwischen der Oberschule am Leibnizplatz Bremen, dem Schulverein der Oberschule am Leibnizplatz und der Musikschule Bremen geschlossen.

 

Die Teilnehmer des Projektes stammen aus der Vorklasse der Schule (Kinder mit Migrationshintergrund und geringen Deutschkenntnissen), wo das Projekt mit großer Begeisterung von den Kindern und Jugendlichen aufgenommen wurde. Das Tonstudio der Freien Musikschule hat für das Vorhaben ein umfassendes Equipment direkt in der Schule installiert, so dass jede Gruppe an 4 Apple iMacs mit Ableton Push Controllern arbeiten kann - dem Medium entsprechend werden die Kursinhalte am Beamer vermittelt, die Computer sind für die gemeinsame Projektbearbeitung miteinander vernetzt.

 

Durch den kreativen Umgang mit den Möglichkeiten computergestützter Sounds sollen die Jugendlichen für die Potentiale elektronischer Medien sensibilisiert werden. Hierbei geht es insbesondere darum, digitale Medien abseits des alltäglichen Konsumierens vorgefertigter Inhalte erfahrbar zu machen. Das Erschaffen eigenen musikalischen Contents steht im Mittelpunkt und führt am Ende des Projektes zu konkreten, präsentablen Musikstücken, welche das Selbstbewusstsein und -vertrauen der Teilnehmer stärken.

 

Durch den Einsatz von Computern und Controllern, deren Bedienung intuitiv und schnell erlernbar ist, entfällt das Entwickeln individueller motorischer musikinstrumentenspezifischer Fähigkeiten und die Projektteilnehmer kommen in kurzer Zeit zu musikalisch hochwertigen persönlichen Erfolgserlebnissen. Dank der nahezu unerschöpflichen Möglichkeiten digitaler Klangbearbeitung sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.

 

Um eine Nachhaltigkeit des Projektes zu gewähren und den Projektteilnehmern auch die Beschäftigung mit der Materie in häuslicher Umgebung zu ermöglichen, bekommen alle Teilnehmer bei Bedarf eine Software Lizenz von „Live Intro 10“ frei zu Verfügung gestellt (häuslicher Computer vorausgesetzt), so dass auch zu Hause am häufig vorhandenen PC Software verfügbar ist. Darüber hinaus werden auch Apps für Smartphones im Unterricht vorgestellt und thematisiert. Im Rahmen des Projektes ist auch ein Besuch im freien Tonstudio Bremen Nord geplant.

 

Zum Abschluss des Projekts sollen die Ergebnisse öffentlich präsentiert werden, sowohl innerhalb der Schule im geeigneten Rahmen als auch nach Abschluss des Projektes bei der Bremer Hausmusikwoche vom deutschen Tonkünstlerverband Bremen im Konzertsaal der Hochschule für Künste Bremen in der Konzertreihe Space Attack (November 2019). Zur Dokumentation sind Videos der Präsentationen geplant, welche die Teilnehmer dann als Mitschnitte erhalten sollen.


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