Schülerzahl und Altersverteilung

 

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Die Schülerzahl lag im Kalenderjahr 2015 bei über 1,41 Millionen. Über 737.000 weibliche Schülerinnen stehen ca. 552.000 männlichen Schülern gegenüber, zu über 123.000 Schülern wurden keine Angaben zum Geschlecht gemacht.


Die Musikschüler im Vorschulalter (Elementarbereich) stellen in etwa die Neuanmeldungen zur Musikalischen Früherziehung und zu den Musikalischen Angeboten für Kinder unter 4 Jahren dar, deren Teilnehmer dann natürlich auch in den Primarbereich „hineinwachsen“. Der prozentuale Anteil von 16,9% der Gesamtschülerzahl liegt leicht über dem des Vorjahres. Gerade im Grundstufenbereich können im Sinne einer demokratischen Chancengerechtigkeit kaum genug Anstrengungen unternommen werden, die Zahl der Schüler zu vermehren: Ein möglichst früher Einstieg in die Musik erhöht nicht allein den Erfolg eines eventuellen späteren Instrumentalunterrichts und Musizierens, sondern fördert insgesamt die Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes und erzeugt von frühester Kindheit an Transfereffekte, was bereits seit einiger Zeit wissenschaftlich belegt ist.
Wer dann ein Instrument erlernen will, bleibt auch nach den Grundstufenangeboten weiter in der Musikschule, so dass der Anteil der Grundschulkinder (Primarbereich) mit knapp 32% recht groß ist. Die Alterspyramide der Musikschulen nimmt dann kontinuierlich ab. Die Altersgruppe der Sekundarstufe I ist mit 26 % zwar noch vergleichbar groß, wobei hier jedoch eine längere Erfassungsspanne (5 Jahre) zugrunde liegt als im Primarbereich oder in der Sekundarstufe II (jeweils 4 Jahre). Wenn auch nur relativ wenige Schüler bis zur Volljährigkeit (Sekundarstufe II) an den Musikschulen bleiben (ca. 10,6%), bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass die anderen gar nicht mehr musizieren: Der Ausbildungsweg an einer Musikschule kann jederzeit auf dem erreichten Stand verlassen werden, um dann in Schulorchestern, Musikvereinen, Chören, Spielgruppen usw. auch ohne weiteren Instrumentalunterricht musizieren zu können.


Der Anteil der Erwachsenen stabilisiert sich bundesweit schon seit vielen Jahren bei etwa 10% der Schüler. Dabei wird sichtbar, dass insbesondere die älteren Erwachsenen, mit stetigen Zuwächsen bei den Senioren (über 60 Jahre), sich dem aktiven Musizieren unter der kompetenten Anleitung der Musikschulen zuwenden: Eltern werden durch ihre Kinder, die begeisterte Musikschüler sind, zum Musizieren motiviert, ebenso ehemalige Musikschüler, die nach einer Pause ihr früher erlerntes Instrument wieder aufnehmen, ältere Neuanfänger, Senioren, die sinnvolle Lebensgestaltung und soziale Kontakte durch das Musizieren suchen. Die Musikschule ist ein Ort, an dem das „lebenslange Lernen“ praktiziert wird.

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