05.06.2020 | Landesverband der Musikschulen in Schleswig-Holstein e.V.

Mit „Wonder Lehrkraft“ und der „Musikschul-Crew“ durch die Krise

So meistert die öffentliche Musikschullandschaft nördlich der Elbe die Krise

Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus (COVID-19) fordern die Musikschulen immer noch heraus. Nach der offiziellen Anordnung der Musikschulschließung im März 2020, mussten die Musikschulen sich kurzfristig umstrukturieren, um den massiven Unterrichtsausfällen entgegenzuwirken. Durch das Entwickeln alternativer Musikschulangebote kann die musikalische Bildung zumindest teilweise weitergeführt werden. Denn trotz der schrittweisen Wiedereröffnung seit Mai 2020, schränken die Kontaktbeschränkungen und Hygienevorschriften den Musikschulalltag weiter ein, sodass der Großteil des Unterrichts immer noch nicht als Präsenzunterricht stattfinden kann.

 

„Die Musikschulen sind wie eine Gruppe Superhelden. Jeder hat mit seinen individuellen Superkräften dazu beigetragen, dass die musikalische Bildung weitergehen kann und die Musikschüler nicht im Stich gelassen werden“, soRhea Richter, Geschäftsführerin des Landesverbandes der Musikschulen. „Daher widmen wir den einzelnen Akteuren Plakate im Comic-Look, um die Leistungen zu honorieren und einfach mal Danke zu sagen.“ Die Figuren werden humorvoll „Wonder Lehrkraft“, „Super Schüler mit Mum- und Dadpool“ sowie „Musikschul-Crew“ genannt. Die Plakate mit den Musikschulhelden-Figuren hängen in den Musikschulen aus und sollen die angespannte Stimmung heben.

 

Die Musikschulen haben mit ihren Lehrkräften und Angestellten in den letzten zwölf Wochen viel geleistet. Von der Musikschulschließung haben sie sich nicht entmutigen lassen, obwohl neben der Einschränkung des musikalischen Lebens, die Gefahr finanzieller Engpässe droht. Da sich die schleswig-holsteinischen Musikschulen zu knapp 60 Prozent aus den Gebühren der Musikschüler finanzieren, hat der Unterrichtsausfall drastische Folgen: Ein Schaden von insgesamt rund 1,5 Millionen Euro ist bis jetzt entstanden.

 

Mit der kurzfristigen Entwicklung und Weiterführung eines Online-Musikschulunterrichts, konnten viele Musikschulen den Musikschulunterricht zumindest teilweise fortführen. Besonders für die Musikschüler, die etwa durch die Corona-Krise plötzlich aus dem Schulalltag gerissen wurden, ist dies ein Lichtblick. Das digitale Fortlaufen des Musikschulunterrichts bildet nicht nur eine Stütze und gewisse Regelmäßigkeit im neuen Alltag, sondern es ist für die Musikschüler auch eine Chance, sich auszutauschen und der sozialen Isolation kurzfristig zu entkommen. Auch für die Musikschullehrkräfte, die auf Honorarbasis arbeiten und nur jede tatsächlich durchgeführte Stunde vergütet bekommen, bietet der Online-Musikschulunterricht die Möglichkeit, die eigene Existenz zu sichern.

 

Schrittweise kehrt nun Normalität zurück, doch die Herausforderungen nehmen für die Musikschulen nicht ab. Neben dem Weiterentwickeln des Online-Musikschulunterrichts müssen seit Mai 2020 Hygienekonzepte erstellt werden, um den Präsenzunterricht schrittweise wieder sicher einführen zu können. So werden umfangreiche Anpassungen der Raumplanung vorgenommen, Spuckschutze installiert, Wegepläne erarbeitet u. v. m.

 

In den Musikschulen und auf der Website des Landesverbands der Musikschulen in Schleswig-Holstein können die Plakate zur Musikschulheld-Kampagne, sowie Erläuterungen zu den Held eingesehen werden (https://musikschulen-sh.de/landesverband/mehr-fuer-musikschulen/musikschulheldinnen/).


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gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
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