MUSIKSCHULKONGRESS '09
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Es ist nie zu spät: Zur Neurobiologie des Musizierens im Alter
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Viele Menschen wollen in höherem Alter ein Instrument lernen, sind sich aber unsicher, inwieweit sie dazu noch in der Lage sind. Hier bietet die Neurobiologie erfreuliche Erkenntnisse. Neueste Befunde ergaben eindrucksvolle Belege für die Anpassungsfähigkeit (Plastizität) des Nervensystems an komplexe Spezialaufgaben. Klavierspiel erzeugt bereits nach wenigen Wochen eine stabile Vernetzung der für das Hören und Bewegen zuständigen Großhirnzentren. Dieser Effekt kann nach Schlaganfällen zur Therapie motorischer Störungen genutzt werden. Das Erlernen einer schwierigen visuell-motorischen Aufgabe führt auch bei über 50-jährigen zu einer Vergrösserung der daran beteiligten Hirnregionen. Nachgewiesen ist ebenfalls, dass das Erlernen eines Instrumentes auch bei älteren Erwachsenen Gedächtnis und Strategiebildung fördert und allgemein einem kognitiven Abbau entgegen wirkt. Wichtig ist jedoch, dass hier kein unreflektiertes Leistungsdenken vorherrscht. Die Erschließung der positiven emotionalen Quellen des Musizierens und motivierende Unterrichtsmethoden sind wichtige Vorraussetzungen, um optimale Plastizitätseffekte zu erzielen. Prof. Dr. med. |
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