Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung
Ein Förderprogramm des BMBF

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert mit „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ außerschulische Bildungsmaßnahmen auf dem Gebiet der kulturellen Bildung. Das Programm unterstützt bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung. Neben dieser konkreten Unterstützung ist ein weiteres Förderziel die Entwicklung tragfähiger bürgerschaftlicher Netzwerke, in denen unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen ergänzend zur Arbeit der Schulen Verantwortung für die Bildung der jungen Generation übernehmen. Damit will das BMBF einen wirksamen Beitrag dazu leisten, dass der in Deutschland ausgeprägte Zusammenhang zwischen Herkunft und Bildungserfolg abgeschwächt wird.

 

Das Gesamtvolumen der Bundesförderung beträgt max. 230 Mio Euro. Mit seinem Förderkonzept MusikLeben! hat der VdM neben weiteren 34 Verbänden und Initiativen, deren Konzepte bewilligt wurden, Fördermittel zur Umsetzung von "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" zugesprochen bekommen. Als einer von drei Verbänden erhält der VdM voraussichtlich max. 20 Mio Euro für den Förderzeitraum 2013 bis 2017.

 

Wer wird gefördert?

Zielgruppen

Was wird gefördert?

lokale Kooperationsprojekte

Wie wird gefördert?

Vergabe der Mittel


 

Wer wird gefördert?

Die Maßnahmen sollen insbesondere Kindern und Jugendlichen im Alter von drei bis 18 Jahren zugutekommen, die in mindestens einer der vom nationalen Bildungsbericht 2010 beschriebenen Risikolagen aufwachsen und dadurch in ihren Bildungschancen beeinträchtigt sind. Als Risikolagen nennt der nationale Bildungsbericht:

 

  • Arbeitslosigkeit eines oder beider Elternteile
  • geringes Familieneinkommen
  • bildungsfernes Elternhaus

 

Das Ziel der Förderung bildungsbenachteiligter Kinder und Jugendlicher lässt grundsätzlich auch die Teilnahme anderer Kinder und Jugendlicher zu, sofern dies der Zielerreichung dient. Die Hauptzielgruppe muss jedoch stets im Fokus bleiben

 

Die Maßnahmen müssen im Rahmen von Bündnissen für Bildung, d.h. lokalen Kooperationen von wenigstens drei Partnern (Letztzuwendungsempfänger), durchgeführt werden. Die Kooperation muss durch eine gemeinsame Vereinbarung aller Kooperationspartner nachgewiesen werden.

 

Voraussetzung für die Förderung von auf der Grundlage des Verbandskonzepts des VdM „MusikLeben!“ bewilligten Maßnahmen ist die Berücksichtigung der sozialräumlichen Gegebenheiten auf lokaler Ebene. Hierzu zählen beispielsweise die Sozialstruktur und die Berücksichtigung weiterer Bildungsakteure. Es wird erwartet, dass sich die Bündnisse für Bildung auf lokaler Ebene untereinander vernetzen.

 

Eine weitere Voraussetzung auf der Grundlage des Verbandskonzeptes ist, dass eine öffentliche Musikschule als Antragstellerin fungiert und die finanzielle und verwaltungstechnische Abwicklung des Projektes federführend übernimmt.

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Was wird gefördert?

Gegenstand der Förderung durch das BMBF sind außerschulische* Bildungsmaßnahmen insbesondere der kulturellen Bildung, die im Rahmen von Bündnissen für Bildung, d.h. von lokalen Zusammenschlüssen von wenigstens drei Akteuren erbracht werden. Hierzu zählen Maßnahmen zur Förderung kognitiver Kompetenzen, von sozialem Lernen, der Persönlichkeitsbildung und von Erfahrungswissen, da sie besonders geeignet sind, Selbstmotivation, Leistungs- und Verantwortungsbereitschaft zu stärken. Dabei wird ein weit gefasster Kulturbegriff zugrunde gelegt, nach dem kulturelle Bildung alle künstlerischen Sparten bis hin zur Medienbildung und Alltagskultur umfasst. Hierzu zählen auch Maßnahmen der Lese- und Sprachförderung. Kulturelle Bildung verbindet kognitive, emotionale und gestalterische Handlungsprozesse. Sie umfasst sowohl die eigene kreative Auseinandersetzung mit den Künsten als auch die aktive Rezeption von Kunst und Kultur. Ein wesentlicher Bestandteil kultureller Bildung ist auch die interkulturelle Bildung.

 

Zu förderungswürdigen Maßnahmen auf lokaler Ebene können beispielsweise gehören:

 

  • Kurse, Seminare und Veranstaltungen (einmalig oder regelmäßig)
  • Kinder- und Jugendfreizeiten, Ferienakademien (mehrtägig)
  • Patenschafts- und Mentorenprogramme

 

Ausgenommen sind solche Maßnahmen, für die anderweitig bereits öffentliche Fördermittel zur Verfügung stehen, etwa auf Grundlage des SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfe).

 

* d.h. die Maßnahme findet außerhalb des Regelunterrichtes statt und die Teilnahme daran ist für die SchülerInnen freiwillig; Projekttage und -wochen von Schulen werden nicht gefördert

 

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Wie wird gefördert?

Zuwendungen können im Wege der Projektförderung in Form nicht rückzahlbarer Zuschüsse auf Ausgabenbasis als Anteilfinanzierung, in begründeten Fällen bis zur Vollfinanzierung, gewährt werden. Bemessungsgrundlage sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben.

 

Zuwendungsfähig für die Durchführung von Maßnahmen gemäß sind insbesondere

 

  • Honorare, soweit diese für die Sicherung des Erfolges der Maßnahmen erforderlich sind
  • Aufwandsentschädigungen für Ehrenamtliche
  • die bei der Durchführung der Maßnahme entstehenden Sachausgaben

 

Der VdM als Erstzuwendungsempfänger gibt die Fördermittel des Bundes nach Maßgabe des Zuwendungsgebers (BMBF) durch privatrechtliche Zuwendungsverträge weiter.

 

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