Träger der Musikschulen

 

Aufgrund eines Beschlusses der Bundesversammlung des VdM im Jahr 2011 sind Richtlinien in Kraft, die als Qualitätsstandards zur Sicherstellung des kultur- und bildungspolitischen Auftrags der Musikschulen wirken. Sie fordern hierfür ausdrücklich eine öffentliche Förderung und die Gemeinnützigkeit aller Musikschulen und schließen daher kommerziell arbeitende Einrichtungen von einer Mitgliedschaft aus. Bisher hat aber der Name „Musikschule“ nur in Bayern, Brandenburg, Hessen und Sachsen-Anhalt einen gesetzlichen Schutz in diesem Sinne erhalten, wie es auch der Deutsche Städtetag bereits in den 1999 verabschiedeten „Hinweise und Leitlinien“ zur Musikschule unterstützt hat. Diese Empfehlung wurde 2010 von den Kommunalen Spitzenverbänden in dem Positionspapier „Die Musikschule – Leitlinien und Hinweise“ erneuert und ergänzt. Im Übrigen kann die u. a. auf diesem Kriterium beruhende Mitgliedschaft im VdM Voraussetzung für die Zuwendung von Fördermitteln aus den Haushalten der Bundesländer an die Musikschulen sein.


Erfüllt eine Musikschule zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht in allen Punkten die Kriterien für eine Mitgliedschaft im VdM und ergeben die Prüfungen im Bundesverband und im zuständigen Landesverband, dass eine vollständige Erfüllung der Mitgliedschaftsbedingungen innerhalb einer angemessenen Zeit zu erwarten ist, kann die Musikschule in ein qualifizierendes Aufnahmeverfahren aufgenommen werden. Das bedeutet, dass für die Erfüllung der Bedingungen zur Mitgliedschaft insgesamt zwei Jahre eingeräumt werden, in denen die Musikschule nach erneuter Prüfung die ordentliche Mitgliedschaft erhalten kann.


Rund 64% aller Mitgliedschulen sind Einrichtungen in kommunaler Trägerschaft, in den neuen Bundesländern sind es über 83%. Als gemeinnütziger eingetragener Verein sind rund 34% der Musikschulen organisiert, eine Rechtsträgerschaft, die anteilig besonders in Hessen, Schleswig-Holstein und Niedersachen anzutreffen ist, doch auch in Baden-Württemberg (37%) liegt dieser Anteil über dem Bundesdurchschnitt. Nur wenige Musikschulen haben andere Rechtsformen, etwa als Stiftung, Anstalt öffentlichen Rechts oder gemeinnützige GmbH.


Im „Plan zum Ausbau der Musikschulen“ empfiehlt der VdM nach Möglichkeit eine kommunale Trägerschaft, doch werden auch die e.V.-Musikschulen finanziell in vergleichbarer Weise von den Kommunen gefördert. Einzelfälle, in denen sich Gemeinden aus der Finanzierung von e.V.-Musikschulen herausgezogen haben, zeigen aber die Problematik einer noch geringeren Verbindlichkeit der Beteiligung der öffentlichen Hand an Musikschulen mit dieser Rechtsform.


Musikschulen gehören fest zum Gesamtangebot kommunaler Bildungs- und Kultureinrichtungen. Da sie mit ihrem Angebot auf den gesellschaftlichen und demografischen Wandel reagieren, neue Zielgruppen ansprechen, mit anderen Einrichtungen zusammenarbeiten und sich die Chance zur Vermittlung auch sozialer Aspekte des Musiklernens zur Verantwortung machen (wie z.B. auch im Rahmen des BMBF-Programms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“), werden sie in Zukunft noch stärker als wichtiger Bestandteil einer am Menschen und seiner Lebensqualität interessierten kommunalen Daseinsvorsorge in Punkto kultureller Grundversorgung Bedeutung haben. Ein wichtiger Schwerpunkt ist dabei auch die Kooperation von Musikschule mit Kindergarten und allgemein bildender Schule, bei der die öffentlichen Musikschulen mit tragfähigen Konzepten aufwarten und als qualifizierte und verlässliche Partner bereitstehen. Gerade auch im Hinblick auf die Entwicklungen im Ganztagsschulbereich wird diese Zusammenarbeit zunehmend gewichtiger.

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(c) Verband deutscher Musikschulen e.V., www.musikschulen.de
gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
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